Freitag, 1. Mai 2015

Doch fertig




geworden ist es nun, das Kompromiss-Tuch. Das Bild ist vom Entspannungsbad, im Moment trocknet es.


Warum Kompromiss-Tuch?


Schon das Überlegen welche Wolle? Rein Alpaka? Oder doch mit Sockenwolle? Die wäre schon gefärbt für die Hintergrundfarbe. Allein dieser Prozess dauerte Monate - unglaublich!

Dann die Auswahl (mit SoWo) und der Schreck beim Anstricken! Doch keine gute Wahl... das Gestrickte fasst sich an wie - na klar - Sockenwolle.

Kaum ist ein Jahr vergangen ... kann ich jetzt gar nicht mehr verstehen....

... kam dieser goldende Oktober 2014 und ich wollte endlich beginnen. Innerhalb ein paar Tagen nun der 1. Kompromiss: 
Rein Alpaka und keine grün-blauen Hintergrundfarben. Ein neues Farbkonzept muss her, gefunden innerhalb weniger Tage und das Stricken begann zu Allerheiligen.

Fleißig gestrickt war es Anfang Februar schon fast fertig - nur die Borte fehlte noch. 
Ziel für die Fertigstellung: 01. März 2015 Alpaka-Show Süd. 

Dieses Ziel wurde dann leicht verfehlt, weil.... ein 2. Kompromiss musste her: 
Die Borte an der geschnittenen Seite (Steeks) wellte sich so deppert. Da hatte die Strickerin einfach zu viele Maschen angeschlagen (nachdem der 1. Versuch sich zu sehr zusammenzog, da es zu wenige Maschen waren).

Nach nochmaligem halbherzigen auftrennen nur der Rückseite fand sich der Kompromiss mit neuer Namenswahl: Ein echtes "Indisches Mohnblütentuch" darf sich an einer Borte verschwenderisch wellen, wie es auch Mohnblüten manchmal tun.

Nun spinne ich am Sonntag in Krumbach am Handwerkerfest und bis da hin ist es trocken. Bild folgt - versprochen!


Sonntag, 19. April 2015

Fertig... oder doch nicht?

... die Kompromiss-Borte ist nun fertiggestellt und ... vor dem Waschen wellt sie sich nun schön mohnblütengleich und  verschwenderisch um den Hals. 

Ob mir das gefällt? 
  
Ob ich nun doch die letzten 2 Meter nochmal aufmache?



Ausprobieren sie mit größeren Häkelmaschen abzuketten? 

Dies bedeutete regelmäßig alle paar Maschen 2 gestrickte Maschen auf einmal abzuhäkeln.

Wie sieht das aus?

Auf der Rückseite wäre es doch egal - oder?
 
Fragen über Fragen...

Dienstag, 7. April 2015

Kleine Vorschau

... auf das, was nun endlich mal fertig werden dürfte....


2,5 Seiten sind es "nur" noch.... die zusammen ja auch nur gut 1.600 Maschen ergeben... peanuts....


Pffff.... Pipifax...



Samstag, 14. März 2015

Der Frühling ist da

Die Damen, eigentlich erst eine, haben die Lege-Saison begonnen. Jetzt mal ganz langsam:

Am Donnerstag - ja es war wieder Föhn und ich hatte Kopf - habe ich die Damen "nur" aus dem Stall gelassen morgens, mich nicht auf Entenniveau begeben um zu gucken, ob da schon was ovales liegt, im Nest. Blöd! Am Vormittag ereilte mich dann ein Anruf in der Arbeit: "Trarahhh das erste Ei ist da!" Abends habe ich die "Lücke im Nest" dann mit einem Gipsei ausgefüllt. Die Damen "gingen ins Bett" und alles war gut.

Am Freitag - dann ohne Migräne - begrüßten mich die Damen schon von weitem mit einem wohlbekannten  gog gog gog gog in einer ganz bestimmten Tonlage, ein vertrautes "schnattern", dass  mir vom letzten Jahr so bekannt vorkam. Nach dem Öffnen des Schiebers am Stall, stoben die 2 wie verrückt heraus, kurz nachgesehen - ja!!! Das 2. Ei war da. Sofort wurde dieses mit Nestei Nr. 2 ausgetauscht. Danke meine Damen, ich freue mich total.

Lt. Statistik des letzten Jahres dauerte es erst mal 3 Tage bis dann früh morgens 2 Eier im Stall lagen. Nun warten wir mal ab was Hanni und Nanni in ihrem 2. Legejahr so alles vorhaben.

Heute ist auf jedem Fall wieder Schreitag - das war am letzten Wochenende auch so. Vielleicht drückt nun das 1. Ei bei Nanni der dunkleren (falls ich die Farbe grün der ersten beiden Eier richtig interpretiere, wären diese von Hanni der helleren) und in ein paar Tagen ist es dann soweit.... 2 Eier am Tag. Ich lass mich einfach überraschen. Hihi.

Der Schnee ist nun fast gänzlich geschmolzen, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokus (habe tatsächlich nur noch einen gefunden....) stehen in voller Blüte, bei den Primeln blüht es vereinzelt und der Bärlauch ist schon gut 8 cm hoch.



Auch vereinzelte Pöstelein (Bild) wachsen im Garten. Die durchbrechenden Tulpen werden von den Damen niedergetrampelt - ein Zaun muss her. 
Im Treibhäuschen keimen Radieschen und der Wintersalat (Pöstelein, Feldsalat und Vogelmiere) wird jetzt nicht nur geschnitten, sondern ganz großzügig ausgerissen. Zum einen freuen sich die Enten über sooo vieeel Grün und zum andernen wir uns über Nudeln mit Käsesahnesoße und "Spinatersatz".  Platz für weitere Radies und Salatpflanzen.
Auch haben die Rote Beete und der Mangold sehr gut überwintert (wurden auch beerntet in dieser Zeit). Die letzten kommen morgen in den Kochtopf. Draußen unter dem Schnee Rote Beete und Sellerie - ebenso ganz prima durchgekommen und schmecken immer noch!

Samstag, 28. Februar 2015

Schuggsen

Wenn's den Vater nach was "Gutem" gelüstet, dann sollte es etwas aus der "früheren" Zeit sein. Diesen Eindruck gewinne ich immer öfter.
Diesmal sollten es Schuggsen werden. Ein Teig aus gleichen Teilen Quark und Roggen abgeschmeckt mit Salz, Zitronenabrieb und Muskatnuss, ca. 4mm dick ausgewellt, ausgeradelt und im Fett ausgebacken. Dazu gibt es Gemüsesuppe. 

 
 
 
Soweit alles klar. Erfolgreich ausgebacken gelten diese Teile dann, wenn Sie sich aufblasen wie "frisch aufgeschüttelte Daunenkissen".
 

Schon wieder was dermaßen hochkalorisches - da muss frau sich in Abstinenz üben - leider. 

Freitag, 27. Februar 2015

"Kini"-Wetter

Oder was Migräne mit dem kosmischen Bestellwesen zu tun hat

Bei manchen schellt der Wecker um 4.15 h bei mir meldet sich dann und wann Miss Migräne. So auch heute. Nach den üblichen 2 Tabletten und etwas Pfefferminzöl fand ich  keinen Schlaf mehr - nein ich war putzmunter und schmerzfrei. Nur etwas zittrig. Also was du heute kannst besorgen.... 
Da war das Wäschelegen,    Dinge an ihren Platz räumen und - welch ein Luxus - ein 1/2stündiges  Entsäuerungsbad nehmen und dabei englische Spinnlektüre lesen (und sogar a bisserl was verstehen).... was für ein Morgen!
Gekrönt wurde dieser nur noch von den 3 Minuten dieser einen Wetterlage, die uns die Berge direkt vor die Haustüre setzt und - welch ein seltener und wunderbarer Einblick - die Sonne geradewegs ihre Strahlen in einem solch idealen Winkel auf diese treffen lässt, dass frau quasi einen Blick in die Seitentäler werfen kann, obwohl das alles doch noch 50 Kilometer und ein paar Zerquetsche entfernt liegt. 
Natürlich lag der Fotoapparat "dahoim" am gewohnten Platz.

Und was hat das mit dem kosmischen Bestellservice zu tun? Den musste ich noch schnell anschmeißen, als ich beim Aufräumen u.a. die selbergemachten Wollkämme
 
 
von meinem lieben F.W. aus dem Osten dieses Landes wieder an ihren Platz räumte (für meine derbe Wolle sind sie o.K. aber für Pit's Alpaka....leider nicht). Meine Kämme sind derzeit nur ein halber und der "taucht" nicht so recht... Dabei kam mir wiedereinmal die Kämmstation vom Wollwolf in den Sinn.... Schön blöd, wenn frau bei solchen Dingen Kosten und Nutzen vergleicht.

Der Blick nach draußen sagt heute Mittag: Schneeregen. Meinem Kopf zuliebe würde ich darum bitten, dieses Wetter die nächsten Tage "in etwa so" beizubehalten.... damit ich am Sonntag die Erfüllung der anderen "kosmischen Bestellungen" so richtig schön genießen kann.

Montag, 23. Februar 2015

Alpaka-Show Süd

....steht wieder an am kommenden Sonntag.

In der Arena-Hohenlohe in Ilshofen findet diese, inzwischen bei Insidern in ganz Europa bekannte, Alpaka-Show Süd statt. Und ja - Frau A. und Frau U. werden dort wieder spinnen. Der Veranstalter war dann auch noch so nett und hat uns eine extra Aufgabe zugewiesen (ohne Absprache): "Lernen Sie bei einem Workshop die Edle Faser Alpaka zu verspinnen". Leichtfertig würde ich meinen.

Nun gut, habe bei meinem Lieblingsholzwurm ganz lieb nachgefragt, ob er denn nicht ein paar Handspindeln anfertigen möchte.... und ja er hat ein paar Handspindeln in verschiedenen Größen und Gewichten an  der großen Drehbank hergestellt.....


Zu den Fakten:
Stab:  25 oder 33 cm Länge, aus Buchenholz für Holzdübel
Scheibe: 6,5 - 9,5 cm Durchmesser aus Birken-Leimholz
Wie schon erwähnt mit der Drehbank hergestellt und mit feinem Schleifpapier nachbearbeitet, mit Leinöl eingepinselt und nach dem Trocknen nochmal drüber mit dem feinen Schleifpapier. Mittels eines alten Jerseyhemdes vom Holzwurm den Feinheitsgrad der Oberfläche ermittelt und für gut gefunden. Auf dem Bild ist eine kurze mit mittelschwerer Scheibe zu sehen.

Jetzt dürfen sie kommen die Spinn-Schüler/Innen. Bin ja gespannt ob sich Männer melden. Bei Gesprächen während dieser besonderen Gelegenheiten des "Show-Spinnens" höre ich von vielen älteren und alten Männern, dass sie in der schlechten Zeit nach dem Krieg gesponnen haben.

Nachtrag zum Workshop: Die Bedenken von Frau A. haben beim Veranstalter "Gehör" gefunden und nun heißt es: "Erproben" anstelle von "Lernen" .... nun sehe ich das alles viel gelassener....


Samstag, 14. Februar 2015

Tschäck-Röllchen

Begeisterung macht sich breit. Also fusseliges Fisselzeug werde ich nur noch in Rollen-Portiönchen zubereiten und verarbeiten. So ist es absolut ein Hochgenuss dieses leichte, haltlose fast "fliegende" Hundehaar zu verspinnen.

Foto?

Folgt!


Mittwoch, 11. Februar 2015

Schmalzgebackenes

Hat meine Mutter früher hin und wieder gereicht. Dazu eine Gemüsesuppe. Ein herrliches Essen. Aber in unserer meist sitzenden Arbeitswelt passt so ein typisches "Hart-arbeitender-Hände-Brot" nicht so oft in den Küchenplan.... leider!

Dennoch, manchmal muss man auch so eine Speise zubereiten - oder?


Also den TM bemühen einen schönen Hefeteig zuzubereiten - der ist so lieb und macht es auch! Dann Äpfel schälen und stückeln, grad so wie für einen Apfelstrudel, etwas zuckern, mit Zitronensaft betreufeln und mit Zimt verfeinern. 

Den Teig ca. 1 cm stark zu einem langen Rechteck auswalken, die Äpfel (nicht zu wenig) darauf verteilen und eine Rolle machen.  Jetzt Stücke abschneiden, ca. 3 cm breit, auf ein bemehltes Brett legen und mit einem frischen Geschirrtuch abdecken. Das Fett (Butterschmalz) aufsetzten und wenn es heiß ist geht es los:


Kurz nachdem die ersten Küchle im Fett sind sollte die Oberfläche großzügig mit dem heißen Fett begossen werden. Ich nehme immer einen großen Vorlegelöffel dazu.
Dann umdrehen...


... und sobald auch die zweite Seite die gewünschte Farbe erreicht hat, mit einem Schaumlöffel raus auf eine dicke Lage Küchenpapier dort noch einmal wenden.
Verfeinert werden die kleinen Apfelbömbchen mit Zimtzucker - schleck....


 Alles mit dem Telefon fotografiert....

Samstag, 7. Februar 2015

Schnee und Kälte überzieht das

Ostallgäu

Am Montag Nachmittag fing es plötzlich an zu schneien. Dicke Schneeflocken haben innerhalb nur weniger Stunden  alles so eingeschneit, dass teilweise größeres Gerät für die Entfernung dieser vom Auto benötigt wurde....


Bittere Kälte und steter Wind verwandelte das Land - übernacht - in eine eisig-weiße Pracht; der Schnee umhüllte alles glatt und plan, als hätte Frau Holle die Welt mit einer dicken Schicht Zuckerguss überzogen. 

 

Und der Blick aus dem Fenster hätte schon zu einem Spaziergang eingeladen....


Der Winter ist eine schöne Zeit.... wenn frau das Schneeschippen und Autoabkratzen und die kalten Hände am Lenkrad mal für einen klitzekleinen Moment vergisst....